Wo ist bloß die Liebe hin?
Heute oder besser gesagt gestern, lief der Film „Die Mumie kehrt zurück“ auf RTL. Da es sich bei diesem Film um eine Fortsetzung des Films „Die Mumie“ handelt und Fortsetzungen, gerade bei derartigen Filmen, in der Regel eher schwach sind, hatte ich keine großartigen Erwartungen und so kann ich sagen, dass dieser Film durchaus unterhaltsam ist. Auf jeden Fall deutlich unterhaltsamer als „The Scorpion King“, welcher indirekt der dritte Teil dieser Reihe ist. Hier geht es zwar nicht um die selben Hauptakteure, aber der Skorpionkönig wird eben schon in „Die Mumie kehr zurück“ als Figur eingeführt.
Aber zurück zum eigentlich Thema. Also ich hatte keine großen Erwartungen und dennoch hat sich der Film als zumindest unterhaltsam herausgestellt, jedoch gibt es da eine kleine Sache die mich ziemlich stört.
„Die Mumie“, mit bürgerlichem Namen Imhothep, ist nämlich armer Hund. Er hatte damals eine Affäre mit der Frau des Pharao und deshalb wurde er lebendig mumifiziert, während sie, mit Namen Ankhsunamun, sich selbst das Leben nimmt.
(Nur so am Rande: Mich erinnern ihre letzten Worte doch sehr an Paulus „Mein Körper ist nicht länger sein Tempel“ Ich frage mich was uns der Drehbuchautor damit sagen wollte)
Nachdem nun der Versuch einer Wiedervereinigung im ersten Teil misslungen ist wird es nun erneut versucht und es sieht eigentlich auch ganz gut aus. Blöd ist nur, dass Imhothep in den 3000 Jahren als Mumie nen bissel größenwahnsinnig geworden ist und gleichzeitig versucht die Weltherrschaft zu erlangen. Das kann natürlich nicht gut gehen!
Doch kommen wir zurück zur Liebesgeschichte. Diese Liebe ist, so wird es uns erzählt, so groß, dass damals beide ihr Leben dafür aufgegeben haben und auch 3000 Jahre später tun zunächst beide (natürlich in nem patriarchalen System: er mächtig und sie sieht gut aus) alles um diese alte Liebe zum Happy End zu bringen. Doch dann auf einmal, kurz vor Ende des Films versucht Ankhsunamun lieber ihren eigenen Arsch zu retten (was natürlich schief gehen muss), als erst ihrem geliebten Imhothep aus der Klemme zu helfen und dann gemeinsam das weite zu suchen.
Da frag ich mich doch wirklich was das soll. Ich mein 2 Filme lang wird so getan als ob die beiden quasi die Vorbilder für Romeo und Julia gewesen wären und kaum wird es einmal nen bissel schwierig sucht sie das weite. Was für Beweggründe kann es dafür geben?
Hat sie ihn nur verarscht?
Es sieht ein bisschen so aus, aber dann frag ich mich warum dann das ganze Theater. Ich mein sie hätte damals auch nen schönes Leben haben können. Wenn sie ihn nicht wirklich geliebt hat, dann hätte sie sich auch damals nicht opfern müssen.
Das kann also nicht die Antwort sein.
Eine andere Antwortmöglichkeit fällt mir jedoch nicht ein, denn auseinandergelebt können sie sich ebenfalls nicht haben, schließlich sind die beiden da vielleicht ma gerade wieder 1-2 Tage zusammen.
Sie muss ihn also in diesem Moment eigentlich noch immer lieben, aber dennoch lässt sie ihn quasi in das offene Höllentor fallen.
In meinem (zugegeben vielleicht ein bisschen idealistischen Kopf) geht ein solches Verhalten einfach nicht zusammen.
Was hat sich der Drehbuchautor dabei nur gedacht? Ich fürchte fast gar nichts.
Der Mann denkt sich nicht, macht dadurch nen riesigen inhaltlichen Fehler und ich Arsch darf am Ende hier rumsitzen und mir den Kopf darüber zerbrechen.
Vielen Dank!

